Autohaus online – der Content Hub, als virtuelles Lager aller Inhalte

Wir alle kennen die Abteilung, Teiledienst im Autohaus. Das umgangssprachliche Lager, stellt die Versorgung mit allen im Autohausalltag benötigten Materialien sicher. Dann wenn etwas benötigt wird, kann es direkt entnommen oder „just in time“ geordert werden. Ohne die Zurverfügungstellung und Befriedigung des augenblicklichen Materialbedarfs, kommt es zu unliebsamen Störungen im Prozess. Was das nun mit der Thematik, Autohaus online im Kontext Content Hub zu tun hat, erfahren Sie jetzt.

Vorab noch zur Definition von der Begrifflichkeit Content Hub. Frei übersetzt steht die Bezeichnung „Content Hub“ für „Inhalt & Mittelpunkt“. Verwendung findet der Begriff im Online Marketing. Der Content Hub bildet die zentrale Sammelstelle, für all Ihre produzierten Inhalte. Das kann Bild-, Text- oder Videomaterial sein. Auch zum Beispiel ein eigener Podcast gehört dazu. Um die Parallelen zwischen Online- und Offline-Welt greifbar zu machen, stellen Sie sich diese alltägliche Situation im Autohaus vor…

Allein gelassen auf der Customer Journey

Ein Interessent steht in Ihrem Showroom und benötigt weiterführende Informationen zu einem Fahrzeugmodell. Da es ein spontaner Besuch im Autohaus ist und er aktuell wenig Zeit hat, passiert folgendes. Der Verkaufsberater vor Ort, übergibt nach einem kurzen Smalltalk, ein Fahrzeug-Prospekt zusammen mit seiner Visitenkarte. Beide vereinbaren einen telefonischen Rückruf für den nächsten Tag. So oder so ähnlich, läuft es seit Jahrzehnten im stationären Automobilhandel.

Doch skizzieren wir einmal dieses Szenario. Es existiert kein Mitarbeiter, kein Prospekt und auch keine Kontaktmöglichkeit an genau der Stelle, wo der potentielle Käufer es für seine Entscheidungsfindung bräuchte. Was passiert dann? Richtig, das Auto wird sehr wahrscheinlich ein anderer Händler an den Kunden verkaufen. Nämlich derjenige, der die notwendigen Inhalte/Informationen liefern konnte. 

Genau dieser Sachverhalt, trifft sehr wahrscheinlich nicht auf Ihren existierenden stationären Betrieb zu. Doch eventuell auf Ihre Sichtbarkeit und Relevanz im Internet. Im Online-Bereich gelten ähnliche Regularien wie vor Ort im Autohaus. Wer bei den relevanten Berührungspunkten (Touchpoints) der Customer Journey, nicht die notwendige Präsenz gepaart mit Kompetenz zeigt, gerät immer mehr ins Hintertreffen. Inhalte mit Nutzen für den Interessenten/Kunden, die an allen Stationen seiner Kaufentscheidung verfügbar sind, müssen zielgerichtet erstellt und ganz wichtig, für die Zukunft gesichert und abrufbar sein. 

Genau das ist der Grund, warum ein Autohaus:

  1. Einen Content Hub, als Teil seiner Online-Marketing-Strategie definieren und einrichten sollte.
  2. Seinen Content Hub nicht auf „fremden Boden“ aufbauen sollte.

Inhalte als unternehmerischer Wertgegenstand

Gerade haben wir daraufhin sensibilisiert, zu verinnerlichen wie wichtig dieser Content ist und welchen hohen unternehmerischen Wert er darstellt. Denn er wird dringend benötigt, damit der Interessent/Kunde seine Kaufentscheidung zu Ihren Gunsten treffen kann. Diese Inhalte müssen an allen relevanten Berührungspunkten der Customer Journey, auch die Antworten und Informationen bereithalten die gefragt sind. Wer jetzt sagt, das brauche ich alles nicht, lässt folgenden Fakt auf sich wirken.

80% aller Neuwagenkäufer, beginnen ihre Suche im Internet. Bei Gebrauchtwagen sind es nahezu 100%!

Das Ziel muss daher lauten, schon ab dem ersten Moment, dem ersten Berührungspunkt auf dem „Radar“ zu sein. Was wir seit zig Jahren gewohnt waren, zum Beispiel die Aufnahme des Erstkontaktes mit dem Interessenten im Autohaus, findet immer mehr auf anderen Kanälen online statt. Das ist eine wichtige und elementare Erkenntnis für den stationären Handel. Die Schlussfolgerung daraus ist.

Um auch in Zukunft noch erfolgreich am Markt zu agieren, muss die Online- und Offline-Welt perfekt miteinander verknüpft sein. Der Content-Hub ist dabei eine nützliche und entscheidende Schnittstelle!

Inhalte als Unternehmenswert müssen gesichert werden

Das konstante Produzieren von Inhalten in jeglicher Form, erfordert eine große Aufwendung an Ressourcen. Das Publizieren und Platzieren an der richtigen Stelle ebenso. Der Faktor Arbeitszeit von Mitarbeitern spielt dabei eine zentrale Rolle. Diese geschaffenen Inhalte haben somit einen großen Wert, Voraussetzung ist das sie hochwertig und nutzbringend sind. Nimmt man 10.000 € Bargeld im Zuge eines Fahrzeugkaufs ein, bringt man diesen Wert in Form von Geld auf die Bank.  Somit ist dieser Wert „gesichert“. Doch was unternimmt man, zur Sicherung von geschaffenen Inhalten und Informationen?

Dazu wieder ein praxisnahes Beispiel. Sie sind ein Autohaus, welches aktiv eine Social-Media-Strategie zum Erreichen von Unternehmenszielen verfolgt. Diese Ziele sind zum Beispiel das Steigern der Bekanntheit, das Rekrutieren von Personal oder das Pushen von Verkäufen jeglicher Art. Um das zu erreichen, generieren sie zielgerichtete Inhalte und veröffentlichen diese auf entsprechenden sozialen Netzwerken. Sie suchen die Interaktion mit den Usern und sind an diversen Touchpoints präsent. Im lokalen Markt haben sich damit ein Alleinstellungsmerkmal erarbeitet.

Dieser Content, ist dabei jeweils exklusiv auf diesen sozialen Netzwerken ausgespielt und für den User abrufbar. Der Gedanke, das diese Netzwerke (Plattformen) aus was für Gründen auch immer, auf einmal nicht mehr existent sind, ist unternehmerisch sehr beunruhigend und berechtigt. Man nehme nur das Beispiel, der unzähligen Facebook-Fanpages von Autohäusern, die im Rahmen der DSVGO temporär oder endgültig deaktiviert wurden. In der Konsequenz würde das bedeuten, das der Großteil der virtuellen Autohaus-Präsenz zusammenbricht und einfach verschwindet. Es klingt sehr überspitzt, aber es ist die Realität:

Facebook, Instagram oder welche Plattform auch immer, morgen kann dort theoretisch jemand den „Stecker ziehen“.

Die eigene Website als Grundlage für den Content Hub

Um für den User, alle Inhalte zu bündeln und je nach Bedarf abrufbar zu machen, brauch es ein „zu Hause“ für die Gesamtheit des Contents. Als praxisorientierte Lösung im Bereich Automobilhandel, bietet sich folgendes an:

  • ein erweiterter Corporate-Blog
  • ein Kundenportal
  • ein Online Magazin
  • usw.

Als Grundlage dafür, kann dabei die eigene Website dienen. Um das zu realisieren, muss die weit verbreitete wenig interaktive „Visitenkarten-Website“, zu einer zentralen Anlaufstelle entwickelt werden. Die Website als nutzbringender Content Hub. Dieser gewährleistet eine einheitliche Customer Journey mit Fokus auf die Fragen, Probleme, Wünsche und Bedürfnisse der Kunden.

Sehen Sie es als Lager, in dem alle Inhalte gebündelt ruhen. Der Interessent/Kunde kann darin individuell die Art von Inhalt finden, die er gerade auf seiner „Kunden-Reise“ benötigt oder sucht. Auf der anderen Seite, kann aus diesem Lager heraus, das Autohaus gezielt Inhalte auf den jeweiligen Plattformen (YouTube, Instagram etc.) verbreiten und publizieren. Im Kontext Automobil, kann das zum Beispiel sein:

  • ️ein Video zur Modellvorstellung
  • eine Infografik zu Verbrauchswerten️
  • Kundenstimmen und Bewertungen
  • ein Blog-Artikel über den Nutzen von einer regelmäßigen Inspektion sein
  • ein Mitarbeiter-Interview
  • ein Probefahrtsformular
  • usw.

Fazit, zu der Content Hub im Autohaus

Wer als Autohaus, den Content Hub als Grundlage seiner Online-Präsenz sieht und die damit verbunden Möglichkeiten nutzt, wird gegenüber den Mitbewerbern entscheidende Vorteile haben. Er bietet damit dem Interessenten/Kunden das, was das sich wandelnde Kaufverhalten aufgrund fortschreitender Digitalisierung auch verlangt. Benötigen Sie Hilfe, bei der Ausrichtung & Realisierung Ihrer Online-Aktivitäten und deren Verknüpfung mit dem stationären Betrieb vor Ort? Melden Sie sich unverbindlich bei uns.

Content Hub, Social-Media-Marketing

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